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Rückbaubarkeit

Nachhaltige Bauwerke sollten Rückbaubeschreibungen erhalten, in denen der Nachweis geführt wird, wie das Gebäude schadlos in den Energie- und Materialkreislauf zurückgeführt werden kann. Die Baustoffe und Konstruktionen sind im Sinne ihrer möglichen Weiternutzung, Wiederverwendung, getrennten Verwertung und getrennten Entsorgung/Deponierung auszuwählen bzw. zu planen. Je einfacher, umso besser ist seine Eigenschaft „Rückbaubarkeit“ zu beurteilen.

Dabei ist auf die einfache Trennbarkeit von Konstruktionen mit Materialien unterschiedlicher Lebensdauer zu achten. Die Verträglichkeit von unterschiedlichen Baustoffen und Bauteilen muss berücksichtigt werden und die Art der Verbindungen ist im Hinblick auf die Demontierbarkeit zu betrachten.

Für die Beurteilung der Rückbaubarkeit wurde vom Bundesministerium für Bau, Verkehr und Stadtentwicklung (BMVBS) bereits ein Kriteriensteckbrief mit Checkliste entwickelt. Das betrachtete Bauwerk wird danach in Bereiche wie technischeGebäudeausrüstung, nichtkonstruktive (Aus-)Bauelemente, nicht tragende Rohbaukonstruktion und tragende Rohbaukonstruktion eingeteilt, um der Frage „Wie leicht ist ein Gebäude demontierbar?“ im Rahmen des Kriteriensteckbriefes nachgehen zu können.

 

Kraft-Wärme-Kopplung in einem Blockheizkraftwerk

Die Kraft-Wärme-Kopplung als gleichzeitige Erzeugung von Wärme und Elektrizität trägt aufgrund des hohen Wirkungsgrades zur Senkung der Energiekosten beim Anwender bei, verringert die spezifischen klimarelevanten Emissionen und schont die Energieressourcen. Mit der konventionellen Stromerzeugung wird lediglich ein Nutzungsgrad von ca. 36 % erreicht. Die entstandene Wärme wird dabei i.d.R. nicht genutzt. Im Gegensatz dazu wird bei der Kraft- Wärme-Kopplung auch die Abwärme verwertet,
so dass ein Anlagenwirkungsgrad von 90 % erreicht und die Brennstoffenergie effizienter genutzt werden kann.

Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) dient der Kraft- Wärme-Kopplung und besteht aus einem Verbrennungsmotor, der einen Generator antreibt. Als Brennstoff können Heizöl, Erdgas, Flüssiggas, Biogas oder auch Pfl anzenöl eingesetzt werden. Der Betrieb des BHKW erfolgt wärme- oder stromgeführt, d.h. in Abhängigkeit vom Wärme- oder Strombedarf. Wärmeseitig bieten Pufferspeicher
die Möglichkeit, die Wärmeerzeugung und den Verbrauch zeitlich voneinander zu entkoppeln. Dadurch kann ein gleichmäßiger Betrieb des BHKW auch dann erreicht werden, wenn ver braucherseitig schnell schwankende Bedarfssituationen auftreten.

Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) ist nur dann gegenüber konventionellen Systemen wirtschaftlicher, wenn die einzelnen Module eine gute Auslastung, also hohe Benutzungsstunden erreichen. Neben der Wärme muss auch die elektrische Auslastung im Auge behalten werden. Für die Wirtschaftlichkeit eines BHKW ist die Bewertung des Stromes von entscheidender Bedeutung. Hierbei
muss betrachtet werden, ob es gewinnbringender ist, den Strom ins öffentliche Netz einzuspeisen oder im Betrieb selbst zu verbrauchen und damit den Strombezug zu senken.

Überall da, wo kontinuierlich Strom und Wärme gebraucht wird, bietet ein Blockheizkraftwerk messbare Vorteile: bis zu 70 % weniger Energiekosten, fast 50 % weniger CO2-Emissionen und zusätzliche Einnahmen durch Einspeisung überschüssiger Energie ins Netz.   

 

Quelle: © Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalzbhkw

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Zum Beispiel Recycling

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Wenn die bei Bau und Betrieb eines Gebäudes eingesetzten Materialien nach ihrer ursprünglichen Nutzung für eine neue Verwendung eingesetzt werden, spricht man von Recycling: Aus einem Abfallprodukt wird ein Sekundärrohstoff.
Bereits in der Planungsphase achten wir insbesondere bei der Materialauswahl auf Faktoren wie Homogenität, Trennbarkeit & Schadstofffreiheit, um beim Rückbau von Gebäuden, Gebäudeteilen und Produkten ein hohes Maß an Recyclingfähigkeit sicherzustellen.

Homogenität Die verwendeten Baustoffe sollten nach Möglichkeit homogen sein. Je weniger unterschiedliche Materialien in einem Gebäude verwendet werden, desto weniger unterschiedliche Entsorgungswege müssen in der Regel berücksichtigt werden.

Trennbarkeit Sind die eingesetzten Materialien und Materialverbindungen leicht trennbar, erhöht dies die Wahrscheinlichkeit auf eine sortenreine Trennung. Je sortenreiner Materialien getrennt werden können, umso größer ist die Chance, sie wieder einsetzen zu können.

Schadstofffreiheit Durch die Auswahl und Verwendung von schadstofffreien, recycelbaren Baustoffen kann der Materialkreislauf verlängert und wirtschaftlich optimiert werden. Je hochwertiger die einzelnen Gebäudeelemente recycelt werden können, umso vorteilhafter ist die Bewertung der Eigenschaft „Recyclingfreundlichkeit“.


 

Cradle to Cradle
Öko-Effektivität aus der EPEA Internationale Umweltforschung GmbH

Hinter dem Cradle to Cradle-Design Konzept steht die Absicht, hochprofitable Produkte zu entwickeln, deren Bestandteile geeignet sind, in biologischen und technischen Nährstoffkreisläufen zu zirkulieren und so gleichzeitig positive Effekte für Umwelt und Gesundheit haben. Eine öko-effektive Lösung maximiert gleichzeitig die Kompatibilität von Produkten mit biologischen Systemen und ihre Leistungsfähigkeit; sie kombiniert Wirtschaftlichkeit, Fairness und Ökologie zu einer integrierten Produktqualität.

Die Natur qualifiziert, bevor sie quantifiziert. Denken Sie an einen Apfelbaum: Der "Produktion" von Äpfeln geht eine Unzahl von Blütenständen voraus. Die Blüten fallen irgendwann zu Boden, ebenso viele Früchte noch bevor sie die Reife erreichen. Analog zu industriellen Prozessen betrachtet, könnte man diese riesigen Mengen "verschwendeten" Materials als überflüssigen Produktionsabfall ansehen. In unserem Beispiel jedoch werden die "Abfälle" von Tieren und Pflanzen (auch vom "Produzenten", dem Apfelbaum selbst) als Nährstoffe wieder aufgenommen - sind nicht überflüssig sondern notwendig - und stellen zu keinem Zeitpunkt ein Umweltproblem dar.

Cradle to Cradle-Design überträgt das Prinzip "Qualität vor Quantität" auf industrielle Systeme. Materialien und Materialflüsse werden so entworfen, dass sie für die Regeneration und Erhaltung ihrer biologischen und technischen Quellen förderlich sind. Die Entscheidung für einen überragenden Stellenwert der Material-Qualität und deren effiziente Berücksichtigung bei Herstellungsprozessen eröffnet wertvolle ökonomische Möglichkeiten.

Mehr Informationen sowie einige innovative Produktbeispiele erhalten Sie auf der Hompage des Unternehmens

c2c© EPEA Internationale Umweltforschung GmbH